Im letzten Eintrag hatte ich unsere Renovierungspläne ja schon kurz angerissen. Deshalb gibt´s heute mal einen kleinen Überblick wie wir die diversen Räume in unserem Färbi später einmal nutzen möchten. Grundsätzlich sollte man bei einem Denkmal natürlich nicht allzu viel an der historischen Grundstruktur ändern. Das ist bei Färbi auch gar nicht nötig, wenn man etwas flexibel und kreativ ist. Kleine Zimmerchen werden dann eben zu einem begehbaren Kleiderschrank, Ankleidezimmer oder einem Hauswirtschaftsraum 😊.
Im Erdgeschoss entfernen wir eine Wand zwischen dem ehemaligen Wohn- und Esszimmer, da diese sowieso erst später eingezogen wurde und nicht historisch ist. In der ehemaligen Küche weicht ebenfalls eine Wand (zum Gewölbe hin) und eine dünne Zwischenwand im Gewölbe selbst wird nach hinten versetzt, um eine Speisekammer abzutrennen. Ansonsten gibt es keine Änderungen der Grundstruktur. Lediglich im Treppenhaus wird noch ein kleiner Raum für das Gäste-WC abgetrennt. Im EG wird sich zukünftig unser Arbeitszimmer, Esszimmer, Küche und Speisekammer befinden. Außerdem ein kleines Gäste-WC und eine Garderobe, die in der Nische des ehemaligen Räucherofens Platz findet. Im größten Raum im EG wird außerdem mein Flügel seinen Bestimmungsort finden - von daher wird es auch ein "Flügelzimmer" geben 😊.
Im Obergeschoss ändern wir nichts an der Raumaufteilung. Allerdings wird der Fußboden im nördlichen Bereich über dem Gewölbe nach unten gesetzt, um die Raumhöhe im zukünftigen Schlafzimmer für Personen über 1,65 m etwas komfortabler zu gestalten 😅. Das ist aus Sicht des Denkmalschutzes auch in Ordnung, weil bei der Voruntersuchung festgestellt wurde, dass der Fußboden ursprünglich - also 1786 - sowieso tiefer lag und erst ca. 1850 bei einem größeren Umbau höher gelegt wurde. Von daher stellen wir quasi wieder den Original-Zustand her 😉. Im OG befindet sich dann später einmal das Wohnzimmer, ein Hobby- (Sport)zimmer, ein Ankleidezimmer, unser Schlafzimmer mit angrenzendem begehbaren Kleiderschrank, das Bad und ein Hauswirtschaftsraum für Waschmaschine/Trockner.
Das Dachgeschoss ist viel zu schade um es als reinen Abstellraum zu nutzen. Deshalb haben wir uns entschieden das Dachgeschoss auszubauen. Wir möchten dort eine komplette kleine Wohnung unterbringen - sprich inklusive Küche und Bad. Wenn EG und OG fertig sind haben wir dann eben zwei Küchen und Bäder bzw. einen sehr großzügigen Gästebereich im Dachgeschoss 😄. Um mehr Licht zu haben werden im Zuge der Dachstuhlsanierung an beiden Dachseiten schmale Gauben (sog. Hopfengauben) angebracht. Im Dachgeschoss ist noch ein kleiner Spitzboden abgetrennt. Dieser soll im nördlichen Bereich bestehen bleiben, der restliche Fußboden kommt raus, so dass wir eine Art Galerie bekommen. Die vorhandene Treppe wird dazu entsprechend versetzt. Wer sich jetzt fragt ob wir zu viel Geld haben: ...naja, nicht wirklich! Aber bis EG und OG komplett bezugsfertig sind wird es wohl noch etwas dauern 😏. Der Dachgeschossausbau in Trockenbauweise sollte dagegen relativ schnell gehen - außerdem können wir dort viel selbst machen und sind nicht so sehr auf die Verfügbarkeit von Handwerkern angewiesen. Deshalb ist der Plan erst das Dachgeschoss fertig zu stellen, so dass wir dort einziehen können, um dann für die Sanierung von EG und OG vor Ort sein zu können. Dadurch sparen wir uns immerhin die 1-1,5-stündige Fahrt von unserer derzeitigen Wohnung zu Färbi und zurück und vor allem Miete.
An Färbis Ostseite befindet sich ein kleiner Anbau, der früher als Schweinestall genutzt wurden (oder besser gesagt als Schweinstall, denn für mehr als ein Schwein war kein Platz 😄). Dort soll ein Teil der Heizungstechnik untergebracht werden.
Da ein Bild meist mehr sagt als tausend Worte, hier die aktuellen Pläne von EG und OG:
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