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Nachdem nun die blanken Sandsteine freigelegt waren, konnten wir die Kellerkappe sanieren. Sprich Zwischenräume mit Trasszement abdichten und die Fläche ausgleichen, danach Mineralschlämme als Schutzschicht darüber und am Ende den abgenommenen Lehm wieder aufbringen. Für Naturstein wie Sandstein ist Trasszement (im Gegensatz zu "normalem" Zement) gut geeignet. Er dient dazu zu verhindern, dass Feuchtigkeit von oben eindringt und soll die Steinfläche ausgleichen, so dass z.B. keine Mulden mehr da sind, in denen Wasser stehen bleiben könnte. Mineralschlämme ist ein Kalk-Zementputz der witterungs- und frostbeständig ist und als Abschlussschicht aufgebracht wird.
Wichtig bei allen Schritten ist, den Untergrund vorher immer gut anzufeuchten. Das Arbeitsprogramm sieht also folgendermaßen aus:
- Sandsteine anfeuchten, eine Schicht Trasszement aufbringen, um eine ausgeglichene Fläche zu bekommen, trocknen lassen
- Trasszement anfeuchten, erste Schicht Mineralschlämme aufbringen, trocknen lassen
- Mineralschlämme anfeuchten, zweite Schicht Mineralschlämme aufbringen, trocknen lassen
- Mineralschlämme anfeuchten, erste Lehmschicht aufbringen, trocknen lassen
- Lehmschicht anfeuchten, zweite Lehmschicht aufbringen, trocknen lassen
- Fertig :)
Zum Trocknen haben wir die Oberfläche immer mit Planen vor starkem Regen und/oder starker direkter Sonneneinstrahlung geschützt.
Ganz am Ende haben wir eine dünne Erdschicht auf die Kelleroberfäche aufgebracht und darüber Rindenmulch, um zu verhindern, dass sich erneut Unkraut auf dem Keller ansiedelt und seine Wurzeln ausbreitet. Langfristig soll der Keller mit einer Terasse überbaut werden, damit er etwas besser vor Wasser von oben geschützt ist.
Insgesamt ganz schön viele Arbeitsstunden, dafür, dass der Keller nun wieder so aussieht wie zuvor 😄. Aber: dafür ist er nun hoffentlich für die nächsten 200 Jahre gut gerüstet 😉!
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Wir haben hinter dem Haus einen alten Gewölbekeller, den wir natürlich erhalten möchten - mein Mann freut sich schon auf die großzügige Bier-Lagerfläche 😄. Er ist aus Sandsteinblöcken gemauert und soweit in gutem Zustand. Nur im Eingangsbereich muss einiges wiederhergestellt werden. Dort hat Feuchtigkeit und Frost dem Sandstein ziemlich zugesetzt. Auch der ursprünglich vorhandene Kellerhals aus Ziegelsteinen ist nicht mehr vorhanden und muss wieder aufgemauert werden.
Um den Keller von oben langfristig zu sichern hieß es deshalb: einmal alles runter bitte! Das was runter musste war die Lehmschicht, die auf der Kellerkappe aufgebracht war. Die haben wir also erst einmal komplett entfernt und in Big Bags zwischengelagert. Außerdem waren einige Wurzeln in die Zwischenräumen der Sandsteine eingewachsen, die wir entfernt haben. Die Lehmschicht war erstaunlich fest und hat doch einigen Widerstand geleistet. Für die Feinarbeit am Ende haben wir eine Schleifmaschine, die eigentlich zum Reinigen von Holzbalken o.ä. gedacht ist, zweckentfremdet. Hat prima funktioniert, war allerdings eine sehr staubige Angelegenheit 😝.
Hier ein paar Bilder der ganzen Aktion:
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Nachdem wir die mit dem BLfD besprochenen Rückbaumaßnahmen beendet hatten und die Anträge für die Voruntersuchung laufen, hieß es erst mal warten! Da es noch keine Neuigkeiten gibt, suchen wir uns (denkmalunabhängige) Arbeit und starten mit einige Abrissarbeiten im Außenbereich. Ein kleiner Anbau der abgerissenen Scheune (ehemaliger Hühnerstall) und das ehemalige Plumpsklo im Hof, welches glücklicherweise nicht unter Denkmalschutz steht 😉, müssen weichen. Und man muss sagen - das Plumpsklo war echte deutsche Wertarbeit und hätte sicherlich als Luftschutzbunker auch seinen Zweck erfüllt 🙈. Es hat sich dank großzügigem Einsatz von Zement und Stahlbeton nämlich massiv gewehrt und war ein ziemlicher Kraftakt. Aber mit einigem Schweiß und dem richtigen Gerät haben wir es dann doch dem Erdboden gleich gemacht. Die Tür (ganz klassisch mit Herzchen) haben wir übrigens erst mal eingelagert - die wird vielleicht an anderer Stelle recycelt - in Erinnerung an unser Bunker-Klo 😄.
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Der erste Schritt, um mit der Sanierung eines Denkmals beginnen zu können ist die sog. Voruntersuchung.
Dabei wird i.d.R. durch den Architekten, die Bauherren, einen Restaurator sowie einen Statiker in Absprache mit dem zuständigen Vertreter des Landesamtes für Denkmalpflege die vorhandene Substanz untersucht und dokumentiert. Im Rahmen der Voruntersuchung wird auch versucht, die Geschichte des Denkmals nachzuvollziehen, z.B. wann es erbaut wurde, ob und wann Umbauten stattgefunden haben und wie das Denkmal ursprünglich einmal ausgesehen hat. Die Ergebnisse der Voruntersuchung sind die Basis für die weitere Planung der Sanierung mit dem Ziel, das Denkmal so originalgetreu wie möglich wieder herzustellen.
Das Ergebnis der Voruntersuchung ist das verformungsgerechte Aufmaß, Befunduntersuchungen und ein qualifiziertes Raumbuch, in dem u.a. auch die vorhandenen Schäden am Denkmal dargestellt sind. Die Voruntersuchung fällt unter den sog. denkmalpflegerischen Mehraufwand, d.h. dass man als Denkmaleigentümer bei den anfallenden Kosten unterstützt wird - natürlich nur nach entsprechender Beantragung und Genehmigung 🙃. Dieser ganze Prozess, mit diversen Anträgen und Rücksprachen, hat sich in unserem Fall leider - u.a. auch Corona-bedingt - sehr lange hingezogen. So ging über ein Jahr ins Land bis wir mit der eigentlichen Voruntersuchung starten konnten.
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Ein Tag vor Weihnachten - da darf man eigentlich noch keine Geschenke auspacken...aber naja, wir machen da eine Ausnahme und packen unser Färbi aus 😄. Die Südfassade ist mit Platten verschalt, ist aber eigentlich - wie der Rest von Färbi auch - eine Fachwerkfassade. Das Fachwerk war früher mal verputzt, dazu wurden Schilfrohrmatten als Putzträger auf die Balken aufgebracht. Nachdem der Putz sich nach und nach verabschiedet hatte, wurde die Fassade dann mit einer Lattung versehen und mit Platten abgedeckt.
Als erstes haben wir also ein Gerüst gestellt und einen Teil der Latten und die Platten sowie losen Putz abgenommen und entsorgt. Die vertikal verlaufenden Latten haben wir noch belassen, um die Putzreste noch etwas zu fixieren (da wir den Putz aktuell noch nicht entfernen dürfen).
Danach konnte man das Fachwerk schon erahnen und Färbi sieht gleich ganz anders aus 😊. Wir findens gut, weil man schon erahnen kann wie schön die Fachwerkfassade nach der Restauration mal aussehen wird. Ob es der Rest des Dorfes auch so sieht wissen wir nicht...Die ältere Generation wird vielleicht lästern "Edz hams die scheeene Fasaadn wechgmacht und edzadla schauds so schlambert aus" 😂. (Übersetzung für Alle, die nicht des Fränkischen mächtig sind: Jetzt haben sie die schöne Fassade abgemacht und jetzt schauts so schlampig aus).
Wie auch immer - macht Euch gerne selbst ein Bild 😉:
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